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Ecuador & Galapagos

Ein ganze Welt in
einem einzigen Land

Nach dem Plündern meines Kontos und dem Bezug eines Grossteils meiner Ferien fürs 2026 erfüllte ich mir mit dieser Reise einen lang ersehnten Lebenstraum.

14 Stunden dauerte der Flug mit Zwischenstop in Frankfurt und Bogotá nach Quito, Ecuadors Hauptstadt auf 2800 M.ü.M. Die ersten Tage durften wir die Millionenstadt erkunden, besuchten den landestypischen Markt, kosteten Früchte von denen wir noch nie gehört hatten aus einer Auswahl eines gigantischen Angebots an Exoten, genossen typisches Essen unter Locals, bestaunten ein Viertel voller Street-Art und besuchten sogar einen Vulkan mit einer Höhe von über 4200 M.ü.M. Wir staunten nicht schlecht, als wir dort bei angenehmen 15°C auf ganze Bäume trafen! Das Klima am Äquator ist überhaupt nicht mit unserem in Europa vergleichbar. Und die Aussicht auf Quito - unbeschreiblich!  

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Von Quito aus brachte uns ein Nachtbus während einer zehnstündigen, nächtlichen, sehr unruhigen Fahrt an den Rand des Cuyabeno Reservats, wo alle Strapazen der Nacht sofort vergessen waren. Ich war zurück im Dschungel! "Was... Schon wieder im Dschungel?" Magst du dir jetzt denken, falls du den Brasilienbeitrag bereits gelesen hast. Aber ja, ich habe mich in den Amazonas verliebt. 

Ein motorisiertes Kanu brachte uns während weiteren 3 Stunden tief in den Dschungel zur Nicky Amazon Lodge, die mitten im Wald und direkt am Cuyabeno Fluss gelegen ist. Das Klima war heftig! Als wir in Quito noch angenehme 20°C geniessen durften, litten wir am ersten Tag im Wald während 32°C und um die 70% Luftfeuchtigkeit. Aber es heisst ja nicht umsonst Regenwald. Und diesmal waren wir vorbereitet! Mit Sonnencreme, luftigen, aber langen Kleidern, gefühlten Badewannen voller Mückenspray und natürlich der Kamera bewaffnet erkundeten wir mit unserem Guide Evi (Edi ausgesprochen) den Dschungel zu Fuss und zu Wasser. 

Obwohl ich ja nicht zum ersten Mal im Amazonas war, durfte

ich hier trotzdem ein ganz neues Erlebnis mitnehmen. Wir beobachteten unzählige Affen, Schlangen und Vögel in den Bäumen, Flussdelphine im Fluss, hielten auf Night-Walks im nächtlichen Dschungel Abstand von giftigen Schlangen und Fröschen und besuchten ein indigenes Dorf. Dort durften bei der Zubereitung eines Maniok-Brots (ein Brot, gemacht aus

und zwar NUR aus der Maniok Wurzel) mithelfen und dies kosten. Das war richtig richtig gut!

Dort in dem kleinen, abgelegenen Dorf, wo die Menschen

noch ganz ursprünglich leben, staunte ich nicht schlecht, als

ich eines der Haushühner dabei beobachtete, wie es eine lebende Vogelspinne frass.

Kein Witz.

Sogar ein Baby-Gürteltier schaute um die Ecke und verzauberte alle völlig. Evi brachte uns viele Fakten über diesen geschützten Lebensraum bei und ich sprang jeden Tag in den angenehm kühlen Cuyabeno-Fluss. Hats da denn keine Anacondas und Piranhas? Hat's schon, wurde uns gesagt. Aber die hätten

genug zu fressen und knabbern keine Menschen an, was ich bestätigen kann. Das Bad tat einfach nur gut!

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Nach diesen eindrucksvollen fünf Tagen fuhren wir mit dem Bus über einen 4000m hohen Pass (du merkst vielleicht langsam, dieses Land fasziniert mich sehr) zurück nach Quito, von wo aus wir unsere Tour in die Anden starten. Wir begrüssten am nächsten Tag unseren Guide Alejo (Alecho ausgesprochen), der uns die nächste Woche durch die atemberaubende Berglandschaft Ecuadors begleitet. 

Das Land beherbergt ganze 55 Vulkane, davon sind 18 noch aktiv. Als Auftakt in unsere Anden-Woche wanderten wir einen maximal steilen Wanderweg hinunter (und auch wieder hinauf) zur Quilotoa Laguna, einer grünen Lagune in einem erloschenen Vulkankrater. Danach besuchten wir die beiden bekanntesten Vulkane: Den Cotopaxi mit einer Höhe von 5'897m, und den Chimborazo, den höchsten Berg Ecuadors mit stolzen 6'263 m Höhe. Beide erklommen wir ein Stück weit zu Fuss bis auf 5000m Höhe, noch nie in meinem Leben wanderte ich so hoch oben. Die Luft zwar dünn und kalt, war es dennoch ein atemberauben-des Gefühl. 

Nach der Millionenmetropole Quito fühlte ich mich im kleinen Städtchen Baños südlich der Hauptstadt viel wohler. Hier verbrachten wir drei wunderbare Tage, gönnten uns eine Quad Tour durch und rund um das Städtchen, besuchten zahlreiche Wasserfälle, Aussichtspunkte und wunderschöne Gärten voller Blumen in allen nur erdenklichen Farben und Formen. Alejo erzählte uns viele interessante Fakten über Ecuador. Wusstest

du zum Beispiel, dass Ecuador einer der grössten Exporteure für Rosen ist? Während der Fahrt auf der Panamericana Route, die uns in den Süden des Landes führte, passierten wir riesige Rosenplantagen.

Unsere Vulkantour endete in der wunderschönen Kolonialstadt Cuenca, wo wir ganze vier Tage verbringen durften. Cuenca ist Heimat von 330'000 Einwohnern, liegt auf 2560m Höhe und ist seit 1996 UNESCO Weltkulturerbe. Eine Stunde entfernt von Cuenca liegt der Cajas Nationalpark - eine willkommene grüne Oase, wer doch einmal dem Stadtlärm entkommen möchte. 

Hier verabschieden wir uns von Alejo und machen uns bereit für unsere dritte und letzte Woche unserer Reise.

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1000km vom Festland entfernt liegen sie - mitten im Pazifik: die Galapagos Inseln. Der Archipel besteht aus 13 grösseren und über 100 kleineren Inseln vulkanischen Ursprungs. Aufgrund der strikten Isolation entwickelte sich hier ein einzigartiges Ökosystem mit unzähligen endemischen Tierarten, das schon Charles Darwin faszinierte.

3 Stunden betrug der Flug auf die Insel San Cristobal. Ich schaute mir vor dieser Reise schon zig Videos der Inseln an,

in denen Seelöwen und Galapagosechsen an jeder Ecke zu sehen waren. Ich dachte mir aber, da gehöre doch sicher eine grosse Portion Glück dazu, solche Videos aufnehmen und dies  miterleben zu dürfen.

Falsch gedacht.

Nach Bezug unserer Lodge erkundeten wir das Städtchen Puerto Baquerizo Moreno und natürlich den Strand. Schon auf dem Weg dorthin vernahm ich die typischen Laute: Seelöwen. An jeder Ecke. Tausende tummelten sich am Strand, im Wasser, ja sogar auf Tischen, Bänken und in Restaurants. Ja, ihr habt richtig gelesen, die Seelöwen regieren die Inseln (und sie wissen es).

Zwei Tage verbrachten wir auf San Cristobal, und ich konnte mir - ohne es mir vorher bewusst gewesen zu sein - einen ganz grossen Punkt meiner Bucket-List erfülllen: Während einer Schnorcheltour am berühmten Kicker-Rock nahe San Cristobal trafen wir auf Galapagos- und Hammerhaie. Wahnsinn!!

Zwei Tage später das nächste Highlight: Ein Seelöwe sprang, während ich ihn vom Meer aus mit Schnorchel bewaffnet beobachtete, keine zwei Meter neben mir ins Wasser und schwamm neugierig auf mich zu.

Von San Cristobal aus flogen wir weiter nach Santa Cruz. Hier durften wir vier Tage das Inselfeeling geniessen. Wir besuchten unbewohnte Inseln, trafen auf weitere Haie, Meeresschildkröten, wunderschöne bunte Tropenfische und sogar Pinguine beim Schnorcheln, genossen die typische lokale Küche und gruben unsere Zehen in den Sand von absoluten, unberührten, menschenleeren Traumstränden.

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In Ecuador rechnen die Menschen nicht mit Jahreszeiten wie wir in Europa. Sie rechnen mit der Regen - und Trockenzeit. Wir be-finden uns in der Regenzeit. Der Vorteil: Die Flüsse im Dschun-gel stehen hoch und man kann mit den Kanus die kleinen Seitenflüsse befahren. Auf Galapagos ist die Vegetation saftig grün und viele Tiere zeigen sich öfter und geniessen den gele-gentlichen Regen.

Aber es war heiss.

So heiss!

30 - 35°C bei 70% - 80% Luftfeuchtigkeit. 

Das war schon heftig. Grosse Bäume, die Schatten spenden, gibt es keine auf den Inseln. Das war schon heftig und muss man sich bewusst sein. Man schwitzt einfach immer, auch wenn man sich nicht bewegt. Trotzdem würde ich diese Inseln sofort wieder besuchen und werde es definitiv auch.

Eine Traumreise geht zu ende. Wir kehren zurück nach Hause mit unzähligen Erinnerungen, die für immer in unseren Herzen bleiben werden. Mit tollen Bildern, die begeistern und mithilfe derer wir sicher noch oft in Erinnerungen schwelgen. 

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