
Im Land der Regenbogen
Hawaii

Hawaii
Im Land der
Regenbogen

Hawaii war mein erstes Ziel im Jahre 2011 nach vielen vielen Jahren ohne grössere Reise. Ursprünglich wollte ich mit mei-nem damaligen Freund auf die Malediven und habe fleissig gespart dafür. Fast gleichzeitig wollte meine Mom ein Trekking im Himalaya unternehmen. Meine Beziehung ging auseinan-der, und damals hätte ich mir noch nicht vorstellen können, al-leine auf die Malediven zu reisen. Und die Knie meiner Mutter wurden immer schlechter, das heisst auch sie musste ihr Trek-king absagen. So haben wir kurzerhand umdisponiert und zu-sammen Ferien gemacht. Hawaii war erst gar nicht auf dem Plan, da wir mit viel höheren Kosten gerechnet haben. Ein deutsches Reisebüro und ein tiefer Euro später liefen wir übe-rglücklich und mit Reisetickets ans andere Ende der Welt aus dem Reisebüro.
2 Inseln sollen es werden, Big Island und Oahu. Wir wollten in der ersten Woche, auf Big Island, ein Cabrio mieten. Es sollte nichts wildes werden, hauptsache ohne Dach. Die Dame im Reisebüro buchte uns einen Toyota oder ähnlich. Nach 19 Stunden reiner Flugzeit und der Landung auf dem kleinsten, süssesten Flughafen den ich je gesehen habe auf Big Island angekommen, warteten wir auf unser kleines, süsses Cabrio.
Und warteten. Aus der Garage kamen Camaros, Dodge Rams und Mustangs gefahren, aber kein Toyota. Nach einiger Zeit fragte uns ein Mitarbeiter leicht genervt auf was wir warten würden. "Ja, unser Toyota Cabrio natürlich!" Er schaute uns
nur verdutzt an: "Toyotas haben wir hier nicht. Da, der Mus-
tang dort drüben ist euer Auto!" Und ich sag euch ganz ehr-
lich: So eine Woche lang mit einem Ford Mustang Cabrio über eine Insel mitten im Pazifik heizen, das hat schon was.


Ich kann gar nicht genau sagen warum: Aber auch jetzt,
über 15 Jahre später, liegt noch immer ein Stückchen meines Herzens in Hawaii. Dieses satte, tropische Grün der Inseln, die karge Vulkanlandschaft, die die halbe Insel Big Islands bedeckt, das tolle Essen, das kristallklare Wasser des Pazifiks... Ich war auf jedenfall nicht zum letzten Mal dort. Ich durfte bei einer Schnorcheltour riesengrosse Mantas hautnah erleben, die weni-ger als einen Meter an mir vorbei zogen. Wir logierten inmitten paradiesischer Landschaften. Aber das absolute Highlight war ein Heli-Flug, mein allererster. 2 Stunden Flug über die ganze Insel Big Island mit Zwischenlandung in Hilo. Wir flogen über den aktiven Kilauea Vulkan, einer der aktivsten der Welt. Wei-ter über Strassen, die von der Lava überrollt wurden und ein-fach im Nichts aufhören bis über den üppig grünen Norden, an den Klippen entlang mit ihren bis zu fast einem Kilometer hohen Wasserfällen.
Es regnet oft auf den Inseln - aber meist nur kurz und sehr lokal. Wenn es mal nass wurde, konnten wir gefühlt drei Schritte zur Seite gehen, dann war es wieder trocken. Wir durften fast täglich wunderschöne Regenbogen, Sonnenauf- und Untergänge be-wundern. Da die Inseln ziemlich genau auf dem Äquator liegen, befindet sich das gemässigte Klima immer um die 23°C - 28°C, selten darunter oder darüber. Genau meine Temperatur! Und dieses Gefühl, auf einer Insel zu stehen, unter der es brodelt, inmitten des pazifischen Ozeans, tausende von Kilometern rund herum nur Wasser... Unbeschreiblich. Das muss man einfach mal erlebt haben. Trotz dem laaangen langen Flug eine absolute Empfehlung! Auch ich war definitiv nicht zum letzten Mal da...


























