top of page

Sardinien Norden

Wo türkises Meer auf
wilde Küsten trifft

Sardinien Map.png

Sardinien war mein zweites Solo-Abenteuer. Bewaffnet mit zwei Drohnen und Kamera habe ich mich aufgemacht und während zehn Tagen den Norden der Insel erkundet.

Es ist eigentlich nicht meine Art, zwischen Mai und Okto-ber in den Süden zu reisen, da ich ja auch die Berge über alles liebe, aber dieses Jahr machte ich eine Ausnahme.

Vorab wurden schon Pläne geschmiedet was ich alles machen wollte. Wanderungen, Städtetrips, Quad-Touren, ganz viele tolle Fotos und Videos schiessen und natürlich fein italienisch essen. Ich liebe die italienische Küche!

Aber wie sagt man so schön? Das Leben kann man nicht planen. Es war mit teilweise bis zu fast 40°C nämlich viiiiel zu heiss zum wandern oder für ausgedehnte Städtetrips! 

Darum entschied ich mich - völlig spontan - dazu einen Teil die-ser zehn Tage unter dem Meeresspiegel zu verbringen und mein Tauch-Brevet nach achtjähriger Unterwasserabstinenz zu erneu-ern und erweitern. Seit meinen atemberaubenden Schnorchel-touren auf Galapagos mit Haien, Seelöwen und Rochen möchte ich nämlich unbedingt nochmal dorthin, aber diesmal zum tau-chen. Doch Galapagos mit seiner starken Strömung erfordert Taucherfahrung, die ich ab sofort sammeln möchte.

So absolvierte ich während sechs Tauchgängen mein PADI Advanced open water Brevet mit einer sehr sympathischen Tauchcrew, die mich am Abend sogar zu einem Drink mitnah-men. Es sind genau diese unerwarteten Begegnungen, die für mich eine solche Zeit ganz besonders machen.

An den tauchfreien Tagen stand ich einige Male früh auf und

fuhr zu sehr schönen Fotospots um den Sonnenaufgang zu geniessen und festzuhalten.

Btw: Boote, vor allem Segelboote wie ich finde, geben ein

wunderschönes Fotomotiv ab! Oder was meinst du?

Nach den morgendlichen Fototouren erkundete ich zu Fuss

oder mit dem Auto den Norden der Insel, erkundete poten-

tielle Fotospots für den Abend, entspannte am Meer oder buchte eine Bootstour zu einer der Inseln zwischen Sardinien und Korsika. Traumhaft!

Auf der Tour lernte ich Tanya aus Südafrika kennen, die mit 56 Jahren immernoch weltweit Iron Man-Wettkämpfe bestreitet. Dies ist zwar keines meiner sportlichen Ziele, trotzdem sind solche Menschen eine grosse Inspiration für mich.​​​

Grunge_sardinia_sunrise.png

Ich hatte von den türkisen, "Karibik-like" Küsten gehört. Und ich sag euch: Die Gerüchte stimmen! Das türkise Wasser, das von Sand am Grund herrührt, sind wirklich der Wahnsinn! Da ich ende Juni und anfang Juli dort war, waren die Strände bereits ziemlich überfüllt. Ein Grund mehr für mich, in den sauren Apfel zu beissen und den Wecker zu stellen, denn früh morgens hatte ich die Insel gefühlt für mich alleine. Mit einer Ausnahme: Ich war sehr erstaunt, als ich am ersten Sonntag um 05:30 morgens im Hügeldorf Castelsardo ankam und ein reges Treiben vorfand. Menschen, die aus Clubs liefen, oder sich beim Beck frische Brötchen holten (was ich speziell interessant fand, wurde mir doch gesagt, die Italiener seien kein Frühstücks-Volk).

Wer mich kennt weiss: Alle meine Ferien beinhalten mindestens ein Abenteuer. Dieses Mal war es eine dreistündige Quad-Tour. Der absolute Wahnsinn sag ich dir! Der Guide Alessandro fuhr mit seinem elfjährigen Sohn Michele voraus, wobei Papa auf

den Strassen fuhr, doch sobald wir offroad kamen wechselten

sie und Michele durfte ans Steuer, was er mit Bravour gemeis-tert hat. Wir besuchten einsame Strände und Küsten, fuhren durch Olivenwälder und machten Halt für ein Cola Zero mit

Blick aufs türkise Meer.

Nach der Tour sassen wir noch zu dritt zusammen und Alessan-dro erzählte mir Stories aus seinem Leben. Diese Tour hat mir

so gut gefallen, dass ich sie gleich nochmal buchen wollte,

aber das hätte leider das Budget gesprengt.​​​

Mit der Tauchcrew wurde vereinbart, dass ich sie bald wieder besuchen komme. Allerdings wurde mir empfohlen eher im Oktober auf die Insel zu reisen, da ist es nicht mehr so heiss,

die Wassertemperatur aber noch schön angenehm zum Tauch-en. ich freue mich jetzt schon darauf!

Ich war zwar völlig broke nach dieser Reise, da die Kosten des Advanced Open Water Brevets nicht im Budget miteingerech-net waren, aber es hat sich absolut gelohnt! Mit diesen Tauch-gängen habe ich gemerkt, wie meine alte Leidenschaft für die Unter-wasserwelt wieder entfacht wurde. Freut euch auf tolle künftige Unterwasseraufnahmen. ​​​

Diese zehn Tage waren wirklich schön, die Landschaft ist atemberaubend und das Essen natürlich fantastisch. Ich habe mich gefühlt nur von Pizza und Calzone ernährt.

Es gab aber auch Momente, in denen mich etwas Heim-weh plagte. Vor allem an den letzten beiden Tagen machte mir die Hitze zu schaffen, denn ich bin kein Typ um "einfach nur" am Strand abzuhängen und "nichts zu tun".  Ich als der "Aktiv-Ferien-Typ" möchte die Gegend erkunden, mich bewegen und etwas erleben. Ausserdem ergeben sich die besten Fotomotive meist nicht vom Parkplatz aus, und auch wenn man dem Tou-ristenstrom entkommen möchte, kommt man um einige Fussmärsche nicht drum herum. Aber ich habe durch-gebissen und mich trotzdem in die sengende Hitze ge-wagt. Einmal war es sogar so heiss, dass ich die Fern-bedienung der Drohne nicht mehr bedienen und sie fast nicht mehr landen konnte. 

bottom of page